1986 wurde die BEGiNE als Café und Kulturzentrum für Frauen in einem von Frauen besetzten und in Selbsthilfe instandgesetzten Haus in Schöneberg gegründet.
„Gemeinsam leben und arbeiten“ war das Motto des Hausprojektes in den frauenbewegten 80er Jahren. Die Frauen versetzten den maroden Altbau mit viel Eigenarbeit in einen nutzbaren Zustand, schufen Wohnraum für Frauen und Kinder, gründeten eine betreute Mädchen-Wohngemeinschaft, boten ganz unterschiedlichen Frauenprojekten und -gruppen Raum und richteten die ehemalige Kneipe im Vorderhaus zum Café und Kulturveranstaltungsort her.
Der Namensbezug zu den Beginen lag nahe: Dieser mittelalterliche Laienorden bot Frauen die Möglichkeit, unabhängig von Männern zusammen zu leben und zu arbeiten.
Ketzerisch, unabhängig und aufmüpfig waren sie, die Namenspatroninnen der BEGiNE – Treffpunkt & Kultur für Frauen. Die Beginen waren ein Laienorden – von der Amtskirche misstrauisch betrachtet -, die die Freiheit von weltlichen Gesetzen und Normen predigten. Im Mittelalter bildeten die Beginen Lebens- und Arbeitsgemeinschaften für Frauen. Neben den sesshaften Beginen, die als Lehrerinnen, Krankenpflegerinnen, Handwerkerinnen oder Leichenwäscherinnen arbeiteten, gab es noch die „schweifenden“ Beginen. Um zu überleben, waren sie auf Arbeiten wie Betteln oder Prostitution angewiesen. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts begann der Kampf der Kirche gegen die Beginen – die Bewegung endete auf dem Scheiterhaufen.
Place Categories: Bars







