
IDAHO? IDAHOBIT?
Hinter IDAHO verbirgt sich der Internationale Tage gegen Homophobie (englisch: International Day Against Homophobia), der jedes Jahr am 17. Mai stattfindet und u.a. auf eine Initiative von Louis-George Tin zurückgeht.
Seit einigen Jahren wird auch oft vom Internationalen Tag gegen Homo-, Bi, Inter- und Trans*phobie gesprochen, um auch das Bewusstsein für die Anliegen von Bisexuellen, Intersexuellen, Transsexuellen, Transgendern, Transidenten (kurz Trans*Menschen) und anderen zu stärken.
Warum am 17. Mai?
Das Datum wurde bewusst so gewählt, um an die Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu erinnern, die am 17. Mai 1990 Homosexualität aus dem Krankheits-Katalog gestichen hat. Zuvor galt gleichgeschlechtliches Begehren als therapie-bedürftige psychische Störung. Heute lehnen dagegen nicht nur alle großen Psychiatrie- und Psychotherapeuten-Verbände der Welt Therapien ab und bezeichnen diese als schädlich.
Nur zufällig erinnert der 17. Mai auch den ehemaligen Paragraphen 175 aus dem deutschen Strafgesetzbuch, der von 1872 bis 1994 sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte. Wegen diesem Paragraphen wurden Schwule oftmals abfällig als „175er“ bezeichnet. Auch wurde aus diesem Grund der 17. Mai schon lange vor 1990 „Feiertag der Schwulen“ genannt.
Wo findet der Gedenktag statt?
Viele Staaten haben den Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie bereits anerkannt. Auch das Europäische Parlament gedenkt an diesem Tag; so veröffentlichte Jerzy Buzek, der Präsident des EU-Parlaments, erstmals 2010 eine Grußbotschaft.
Zu diesem Anlass gibt auch die Stadt Koblenz mit dem Oberbürgermeister ein Zeichen gegen Hass und für Akzeptanz von Vielfalt. Deswegen hisst der Oberbürgermeister um 13:30 Uhr die Regenbogenfahne am Rathaus.