
Verfolgung von LGBTI* während der Zeit des Nationalsozialismus
„Nie wieder“ lautet das Motto des diesjährigen Kölner CSD. Es soll an die Verfolgung von LGBTI* zur NS-Zeit erinnern und ist als nachdrücklicher Aufruf an die Politik gerichtet, dass niemals wieder eine Situation eintreten darf, in der bestimmte Bevölkerungsgruppen mit einem Symbol – wie zum Beispiel dem Rosa Winkel – gekennzeichnet werden dürfen.
Menschen mit gleichgeschlechtlicher sexueller Orientierung waren eine der zahlreichen Opfergruppen des Nationalsozialismus. Sie wurden ebenso wie Menschen jüdischen Glaubens, Sinti und Roma, Gewerkschafter_innen und politisch Andersdenkende als Staatsfeinde gebrandmarkt, verfolgt und vernichtet.
Vorsichtigen Schätzungen zufolge waren in den Konzentrationslagern allein zwischen 10.000 und 15.000 homosexuelle Männer inhaftiert. Ein großer Teil von ihnen überlebte den NS-Terror nicht.
Welche Ansicht vertrat die NS-Ideologie zur Homosexualität? Welche gravierenden Einschnitte brachte die Machtübertragung an die Nationalsozialisten für die LGBTI*-Bewegung in Deutschland mit sich? Und wie erging es Lesben, Inter- und Transgender-Menschen unter der Herrschaft der Nationalsozialisten?
Mit dem Vortrag wollen wir das Thema „Verfolgung von LGBTI* zur NS-Zeit“ grundsätzlich unter die Lupe nehmen sowie den aktuellen Forschungsstand kritisch betrachten und darüber diskutieren.
Dazu haben wir den Historiker Marcus Velke eingeladen. Er ist Vorsitzender des Centrum Schwule Geschichte Köln und forscht zur Geschichte homosexueller Emanzipation in Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert.
Mittwoch, den 05. Juli 2017, 18 Uhr
Referent: Marcus Velke, Historiker und Vorsitzender des Centrum Schwule Geschichte e.V.
Ort: Universität zu Köln, Raum H113 im IBW Gebäude
Eine Veranstaltung des AStA der Universität zu Köln unterstützt von der DGB Jugend Köln und dem Centrum Schwule Geschichte e.V.