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Selbstbestimmtes und diskriminierungsfreies Leben im Alter

10. Dezember 2016 @ 11:00 - 16:00

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Homosexualität und Alter – „und plötzlich muß ich alles noch mal erleben?“

Der demografische Wandel und die zunehmende Vielfalt der Lebensformen erfordern einen bewussteren Umgang mit individuellen Lebensentwürfen, unterschiedlichen Personengruppen und verschiedenen Kulturen. Dies trifft auch auf die Pflege zu, die immer mehr pflegebedürftigen Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen gerecht werden muss. In Bezug auf Menschen mit Migrationshintergrund hat man bereits erkannt, dass Personen, die aus einer anderen Kultur stammen, entsprechend kultursensibel gepflegt werden müssen.
Lesben, Schwule und Trans*-Personen hingegen werden im Gesundheitswesen bzw. in der Altenpflege bislang kaum als spezifische Gruppe wahrgenommen, auf deren Lebensrealitäten es ebenfalls sensibel einzugehen gilt.
Harald Blaull, Vorsitzender des CSD Rhein Neckar e.V., stellte dazu fest: „Viele der heute älteren oder betagten Lesben, Schwulen bzw. Trans*-Menschen haben Angst oder Befürchtungen, wie es ist, wenn sie pflegebedürftig sind oder in ein Altenheim sollen. Sie stellen dann besorgt die Frage: Muss ich dann alles nochmal erleben?“
Sich erklären zu müssen oder Befürchtungen, dass sie so, wie sie sind, nicht angenommen werden. Dies ist zum Teil auf deren belastende biografische Erfahrungen zurückzuführen – häufig waren sie über weite Strecken ihres Lebens gezwungen, ihre sexuelle Orientierung zu verstecken oder waren gar offener Diskriminierung ausgesetzt. Ein selbstbewusstes Coming Out und eine offene Lebensweise waren für sie keineswegs selbstverständlich, und gerade im Alter möchte man dies nicht wieder erleben.
Der CSD Rhein-Neckar e.V. möchte in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg auf diese Problematik aufmerksam machen und mit einem entsprechenden Fachtag in Heidelberg für das Thema sensibilisieren.
Angesprochen sind Beschäftige im Bereich Gesundheitswesen und Altenpflege, lesbische, schwule und transidente Personen aus Heidelberg und der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar, sowie deren Angehörige und weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Referentinnen / Referenten

Frau Gon Teunissen von Roze 50+. Dieser Verband in den Niederlanden besteht aus den vier wichtigsten nationalen Organisationen, die sich der älteren homosexuellen Menschen annehmen. Unter anderem zertifiziert er Pflegeeinrichtungen mit dem Regenbogenschlüssel. Der „Regenbogenschlüssel“ wird an Pflegeheime vergeben, die sich aktiv um Toleranz bemühen, vor allem gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen. Sie wird uns über die Arbeit von Roze (Rosa) 50+ und auch über das Thema Zertifizierung berichten.
http://www.roze50plus.nl

Frau Gaby Grossbach (Betreuungsassistentin) und Frau Beate Jung (Sozialarbeiterin) vom Julie-Roger-Haus. Dies ist ein mit dem Regenbogenschlüssel zertifiziertes Pflegeheim in Frankfurt. Sie werden uns über das Haus und ihre Arbeit berichten. Das Haus gehört zum Verband für Alten- und Behindertenhilfe e.V. in Frankfurt, der sich sehr in diesem Bereich engagiert.
http://www.initiative-regenbogenpflege.de

Herr René Haas, Fachanwalt für Familienrecht. Gerade für uns ist es wichtig, Regelungen frühzeitig zu treffen, damit wir später auch so versorgt und untergebracht werden, wie wir es uns vorstellen – auch dann, wenn wir es vielleicht selbst nicht mehr entscheiden können. Deshalb Informiert uns Herr Haas zum Thema Betreuungs- und Pflegeverfügung.
http://www.anwalt-kanzlei-haas.de

Frau Vera Ruhrus, Referentin des Dachverbands Lesben und Alter. Sie wird uns unter dem Titel „Vernetzung älterer und alter lesbischer Frauen, Ausgangssituation und Aufgaben“ über die Arbeit ihres Verbandes Informieren.
http://lesbenundalter.de

Herr Gert Rickart vom Verein Buntes Leben im Alter. Dies ist ein noch junger Verein in Rheinland-Pfalz. Herr Rickart der sich um gemeinschaftliches Wohnen für ältere Lesben und Schwule auf v. a. dem Land bemüht.
http://www.buntes-leben-im-alter.de

Die Auswahl der Referentinnen und Referenten zeigt schon, dass es eine sehr informative Veranstaltung sein wird, zu der wir Sie gerne willkommen heißen würden.

Die Konferenz wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.das Ministerium für Soziales und Integration und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus Mitteln des Landes Baden-Würtemberg.

Falls Sie noch Fragen zur Veranstaltung haben, beantworten wir diese gerne per email unter Info@csd-rhein-neckar.de oder telefonisch unter 0621-21755.


Details

Datum:
10. Dezember 2016
Zeit:
11:00 - 16:00

Veranstalter

CSD Rhein-Neckar (Mannheim)
Telefon:
(0)621 217-55
Webseite:
https://www.facebook.com/csdrn

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