
Zur Verfolgung und Diskriminierung von Lesben und Schwulen in Deutschland nach 1945
Der Vortrag „Warum das Dritte Reich für Homosexuelle 1945 nicht zu Ende war – Zur Verfolgung und Diskriminierung von Lesben und Schwulen in Deutschland nach 1945“ beschäftigt sich mit der historischen Entwicklung der Verfolgung und Diskriminierung von Lesben und Schwulen in Deutschland nach 1945. Referent ist der Kölner Historiker Marcus Velke.
Beleuchtet wird dabei auch der berüchtigte Paragraph 175, der erst in den Neunziger Jahren abgeschafft wurde. Mit dieser Problematik beschäftigt sich derzeit auch Justizminister Heiko Maas: Sein Ministerium prüft, ob verurteilte Homosexuelle rehabilitiert werden können.
Darüber hinaus soll der Frage nachgegangen werden, ob und inwieweit Schwule und Lesben sich unter dem Schatten des § 175 bzw. innerhalb des von ihm verursachten gesellschaftlichen Klimas einrichten und ein trotz der widrigen Umstände erfüllendes Leben führen konnten.
» Marcus Velke, M.A., Köln «
• Historiker
• Doktorand an der Universität Bonn im Fach Osteuropäische Geschichte
• derzeit freie Mitarbeit im Schwulen Museum* Berlin im Projekt „Wissenschaftliche Aufarbeitung der Schicksale der Opfer des ehemaligen § 175 in Hessen 1945-1985“
• Erster Vorsitzender Centrum Schwule Geschichte Köln
• Veröffentlichungen zur Geschichte baltischer Displaced Persons, zur Geschichte ärztlicher Standespolitik in Hessen und zur Geschichte homosexueller Emanzipation in Deutschland im 20. Jh.
» Zeit des Erinnerns – für die Zukunft «
Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Zeit des Erinnerns – für die Zukunft“, die seit 1991 von der Hansestadt Lübeck veranstaltet und von verschiedenen Institutionen und Vereinen getragen wird. Ausstellungen, Vorträge und Rundgänge erinnern neben Gedenkveranstaltungen vor allem an die Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Opfer.
DETAILS:
http://www.luebeck-pride.de/vortrag